Pflegegrad erhöhen: Wann lohnt sich der Höherstufungsantrag?
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Höherstufungsantrag löst immer eine neue Begutachtung aus.
- Verschlechterungen (neue Diagnose, Sturz, Immobilität) sollten dokumentiert sein.
- Achtung: Theoretisch ist auch eine Rückstufung möglich (wenn auch selten).
Dieser Artikel ist Teil unserer Serie Pflegegrad & Antrag.
Der Pflegebedarf ist nicht statisch. Wenn sich der Zustand verschlechtert, haben Sie das Recht auf eine Anpassung des Pflegegrades. Doch der Antrag will gut überlegt sein.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Ein Antrag auf Höherstufung ist sinnvoll, wenn:
- Neue Diagnosen hinzugekommen sind (z.B. Demenz-Diagnose).
- Die Mobilität stark abgenommen hat (Rollstuhl statt Rollator).
- Der Hilfebedarf bei der Körperpflege oder Ernährung deutlich gestiegen ist.
Das Risiko der Rückstufung
Viele haben Angst: "Nehmen die mir den Pflegegrad ganz weg?" In der Praxis gilt Bestandsschutz für viele alte Fälle, aber bei einer Neubegutachtung wird der aktuelle Ist-Zustand geprüft. Hat sich der Zustand durch Reha verbessert (z.B. nach Knochenbruch), kann der Grad theoretisch sinken.
Stellen Sie den Antrag nicht "auf Gut Glück". Nutzen Sie unseren Rechner, um zu prüfen, ob sie die Punkte für den nächsthöheren Grad wirklich erreichen. Zum Pflege-Finanz-Guide
Quellen
- Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
- Offizielle Informationsportale wie gesund.bund.de
Disclaimer: Keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deine Pflegekasse oder eine Pflegeberatungsstelle.